© 2019 by Direct Connection | Collaboration : Prospekta.Net
davide@directconnection.co | +41 76 276 81 92 | +352 691 802 819

Viele von uns beherrschen einigermassen zwei oder sogar drei Sprachen, um im Ausland einzukaufen oder sich mit den Tischnachbarn zu unterhalten. Sobald man jedoch geschäftlich ausserhalb der eignen Mutter-Sprachgrenzen zu tun hat, zählt jedes (ausgesprochene) Wort.

Obschon Konferenzdolmetscher bei internationalen Organisationen als «selbstverständliche Dienstleistung» betrachtet werden, gleicht deren Wahrnehmung in der Privatwirtschaft oft einem «notwendigen Übel». Teilnehmer, die uns als «Sprachbrücken» jedoch hautnah miterleben konnten, schätzen unsere Dienstleistung als unerlässliche Hilfe sehr.

Der Dolmetscherberuf setzt ein Hochschulstudium voraus. Dolmetscher vermitteln Informationen immer «nur» in eine Sprache, nämlich in die eigene Muttersprache (die des Zuhörers), aus zwei, drei oder manchmal vier Fremdsprachen (die der Redner). Denn wo fühlt man sich sicherer als in der eigenen Sprache?

Verlangen Sie also einen Fachmann, wenn Sprachen nicht Ihr Fachgebiet sind! Schließlich gehen Sie auch nicht zum Zahnarzt, wenn Sie Probleme mit Ihrem Wagen haben...

Wir unterscheiden die folgenden Arten von Dolmetschen:

das Simultandolmetschen

das Konsekutivdolmetschen

das Verhandlungsdolmetschen

Das Simultandolmetschen

​Simultandolmetschen kann auch im «Flüsterton» für 1-4 Personen ausgeübt werden, die sich um den Dolmetscher gruppieren müssen, da ohne Mikrofone oder Kopfhörer gearbeitet wird. Alternativ kommt das «Bidüle-System» (= ein «Koffer» mit Kopfhörern für ca. 20 Zuhörer, die dem Auftraggeber direkt zugeschickt wird) angewendet. Somit sind weder Kabine noch Kongresstechniker notwendig. Die Dolmetscher sitzen in der Nähe des Redners und flüstern simultan in ein Mikrofon und die Zuhörer empfangen ihre Stimmen per Kopfhörer. Das Bidüle-System kann bei kleinen Gruppen und für kurze Einsätze von max. 3 Stunden verwendet werden; auch hier wird immer zu zweit gedolmetscht.

Falls keine «festen», d.h. eingebauten Anlagen am Tagungsort vorhanden sind, kann der Veranstalter «mobile, aufstellbare» Kabinen mieten. Dies ermöglicht natürlich, dass man samt Dolmetscher und Techniker heute (fast) überall tagen kann.

Diese Form ist die häufigste Dolmetschertätigkeit, die in den EU-Institutionen, an der UNO oder bei anderen internationalen Organisationen sowie in der Privatwirtschaft tagtäglich zum Einsatz kommt. Dabei sitzen Dolmetscher in einer Dolmetscherkabine und übermitteln Referate, die sie über Kopfhörer hören, per Mikrofon an Zuhörer im Kongresssaal weiter.

Bei mehrsprachigen Tagungen werden pro «Kabine» (sprich pro Zielsprache) zwei Dolmetscher eingesetzt, da wir uns aufgrund der hohen Konzentration jede halbe Stunde ablösen müssen. Wenn also die «Tagungssprachen» D, E und F sind, benötigt der Veranstalter im Normalfall sechs Dolmetscher. Einsatzdauer: maximal sieben Stunden, mit mindestens einer vollen Stunde Mittagspause.

In diesem Bereich nimmt die technische Ausrüstung (mit Konferenztechniker) eine dem Dolmetscher gleichwertige Rolle ein. Kabinen, Mikrofone, Kopfhörer und Lautsprecher müssen gewissen Normen entsprechen – und dafür ist der Dolmetscher nicht ausgebildet.

Das Konsekutivdolmetschen

Diese Form des Dolmetschens wird meistens verlangt, wenn einer oder mehrere Referenten eingeladen werden, die die Sprache der Zuhörergruppe nicht sprechen (z.B. an Pressekonferenzen, Empfängen, kurzen Arbeitstagungen, Interviews) und der Aufwand einer Simultananlage als verhältnismässig übertrieben scheint.

Der Dolmetscher arbeitet dann von einer Fremdsprache (die der Redner) in seine Muttersprache (die der Zuhörer), wobei er sich Notizen macht und diese, in geraffter Form, in kurzen Abständen wiedergibt.

Gute Präsentation und selbstsicheres Auftreten sind hier ein Muss, da man öfters neben einer Persönlichkeit aufzutreten hat (Politiker, Showstar, Parteivorsitzender, Direktor usw.). Wird ohne Mikrofone, ohne Kopfhörer und ohne Dolmetscherkabine und nur für ein paar Stunden ausgeübt.

Das Verhandlungsdolmetschen

Diese Form des Dolmetschens ist üblich am Besprechungstisch, im Gerichtssaal, bei Interviews, bei Verhören, unterwegs während einer Besichtigung. Der Dolmetscher arbeitet dann für zwei bis drei «Zuhörer» und in zwei Sprachen (Muttersprache/Fremdsprache hin und zurück), indem er jeweils mehrere Sätze von der einen in die andere Sprache übermittelt. Wird ohne Mikrofone, ohne Kopfhörer und ohne Dolmetscherkabine ausgeübt.

© Caralingua.com